Brauchtumstanz
Der Hexentanz
Ist in erster Linie ein Mythos und bei uns eine freie Interpretation eines „Rituals“.
Ab Oktober treffen wir uns regelmäßig Mittwochs um 20 Uhr im Gymnastikraum in der Gemeindehalle Neckarweihingen. Zu mystisch-moderner Musik, die gerne auch mal etwas rockiger und moderner unterlegt sein darf, studieren die „Tanzhexen“ eine neue Choreographie ein. Um eine geheimnisvolle Stimmung zu erzeugen, dürfen natürlich
Utensilien wie einen dampfenden Kessel, Laternen, Nebel und eine entsprechende Beleuchtung nicht fehlen.
Um „Tanzhexe“ zu werden braucht man in erster Linie „gute Ohren“ für den Takt, ein musikalisches Feeling und: einen guten Orientierungssinn. Das durch die Maske extrem eingeschränkte Sichtfeld wird gern unterschätzt. Oft sieht man nicht einmal was vor einem liegt, denn die abgedunkelte Bühnenbeleuchtung und der Nebel schränken die Sicht weiter ein. Wer einmal die Orientierung verloren hat, hat es sehr schwer wieder Anschluss zu finden. Während man in einer Jazzgruppe aus den Augenwinkeln die Mittänzer beobachten und seine Position kontrollieren kann, ist hier jeder Maskenträger auf sich gestellt. Es ist also eine richtige Leistung wenn Bewegungen – auch wenn sie einfach aussehen mögen - synchron erfolgen.
Einschränkungen gibt es bei unseren Darbietungen im Bereich der Akrobatik. Da unsere Maske nicht direkt auf dem Gesicht aufliegt, sondern etwas absteht, sitzt die Maske für Überschläge oder ähnliches nicht fest genug, ist dafür jedoch für Brillenträger geeignet. Auch das Tuchgestell hindert bei solchen Einlagen. Dafür kann man fast ohne Altersbeschränkung mittanzen.
Nach dem Aschermittwoch laufen dann die Vorbereitungen für die Walpurgisnacht auf Hochtouren. Wir trainieren dann in erster Linie für den Sommerhexentanz. Aber auch die Winterhexen bleiben aktiv, da an dieser Veranstaltung ihr Tanz ein letztes Mal aufgeführt wird.
Im Übrigen freuen wir uns immer über neue Tanzhexen, die auch gerne männlicher Natur sein dürfen. Traut Euch!



